Teure Kleinwagen: Steht eine ganze Fahrzeugklasse vor dem Aus?
1mon 4d ago by feddit.org/u/D_a_X in verkehrswende@feddit.org from www.tagesschau.de
Es ist total irre: Eigentlich will ich nur einen vernünftigen Elektro-Kleinwagen, der vllt. so 400 oder 500km Reichweite hat und der unter 20.000€ kostet.
Der e-Twingo, der dieses Jahr noch auf den Markt kommen soll, soll es angeblich eine Version unter 20.000 € geben, bei 250km Reichweite. Der wäre für mich als Pendlerfahrzeug interessant, falls ich eines brauchen würde.
Das Auto als Verkehrsmittel wird einfach langsam gesellschaftlich unbezahlbar.
Daher wird auch ständig versucht, die Kosten auf andere zu verlagern. Z.B. hab ich mal mein Rad neben einer Laterne abgestellt und jemand ist beim Rückwärtseinparken da rein gefahren. Der hat dann versucht, den Schaden an seinem Auto durch meine Versicherung bezahlen zu lassen. Das hat nicht geklappt, weil ich die Polizei geholt hab, aber das Muster ist klar: Die Kosten des Autos (wozu ja prinzipbedingt auch Unfälle gehören) sollen andere bezahlen.
Wenn ein Rentner in ein Schaufenster rein fährt und noch ein Kind überrollt, behält er seinen Führerschein und den Schaden zahlt die Versicherung.
Wenn Leute übergroße SUVs vor Einmündungen und Zebrastreifen parken, zahlt's die Allgemeinheit. Es ist ja nicht so, dass Parkraum und Strassenraum nichts kosten.
Betrügt die Autoindustrie bei Dieselemessionen, zahlt's die Allgemeinheit - auch mit tausenden Toten durch Luftverschmutzung.
Und weigert sich die Industrie, Autos mit angenessener Größe, Preis, und Gewicht anzubieten, zahlen es wieder Käufer und Allgemeinheit.
Offensichtlich ist also dieser Wirtschaftszweig wirtschaftlich gar nicht mehr tragfähig.