PMOS: Jede achte Frau betroffen – doch kaum Ärzte können helfen
11d 24m ago by feddit.org/u/D_a_X in gesundheit@feddit.org from www.br.deKann mir hier jemand erklären, was da passiert? Jede achte Frau ist betroffen und dann haben wir mit den Frauenärzten spezialisierte Ärztinnen und Ärzte, die das aber nicht kennen? Das halbe Internet schreit ständig drüber, aber in den Arztpraxen ist das Fachwissen nicht da? Wie passt das zusammen?
Das kam halt im Studium damals nicht vor und wer eine volle Praxis hat, geht nicht auf Fortbildungen.
Das ist als Erklärung aber doch etwas zu platt.
Ist aber tatsächlich ein Ding. Die niedergelassenen Ärzte sind im medizinischen Fachwissen meistens stehengeblieben, gerade im Vergleich zu ihren Pendants an den Kliniken.
Quelle: Erfahrungen meiner Frau, die Ärzte fortbildet. Die sucht sich deswegen immer möglichst junge niedergelassene Ärzte ¯\_(ツ)_/¯
schlimm, diese Transistoren
Danke, dass ich diesen Kommentar nicht (eventuell unpassend) unter den Post schreiben musste
Ist das ein speziell europäisches oder deutsches Phänomen oder wie passt "eine von etwa 170 Millionen Frauen weltweit mit dieser Erkrankung" zusammen mit jede 8. Frau? Bei 4 Milliarden Frauen müssten es doch 500 Millionen sein, oder?
(Habe leider keinen Zugriff auf die gesamte Meta Analyse, daher hier meine Rechnung mit Begründung)
Die 170 Millionen bezieht sich auf Frauen in ihren "reproductive years" (Studie im Artikel). Die Meta Analyse auf die sich die Studie bezieht und von der auch "jede 8. Frau" kommt, spricht (unter Verwendung der Rotterdam Kriterien zur Diagnose von PCOS) von 12,1% (≈12,5=1/8) bei "adult women" und 11,4%, wenn Jugendliche mit eingeschlossen werden. Es liegen dabei aber keine Daten für Afrika (1,4 Mrd. Bevölkerung 2022 laut Wikipedia) vor, das wird also vermutlich einen starken Einfluss auf die 170 Millionen haben.
Mit 8 Mrd. Weltbevölkerung abzüglich 1,4 Mrd. afrikanische Bevölkerung, angenommenen 50% Frauenanteil und einem Anteil von 56,8% in den "reproductive years" (wegen den Daten Einfachheits halber 10-49 Jahre angenommen, https://www.populationpyramid.net/world/2022/)ergibt sich eine Population von 1,87 Mrd.
Nehmen wir jetzt die 11,4% kommen wir auf 213 Millionen, was ja zumindest nahe dran ist.
Wow, vielen Dank für die detaillierte Auswertung. Diese Art der Einordnung hätte ich mit eigentlich vom ursprünglichen Journalisten gewünscht, dem die (zumindest aus meiner Sicht) widersprüchlichen Angaben auch hätten auffallen sollen - ist ja schon ein großer Unterschied, ob es jetzt jede 8. oder "nur" jede 24. Frau betrifft.
Denk da muss noch mal heruntergerechnet werden wie viele von den 500 Millionen dann auch in dem Alter (ca 12-50) sind wegen Hormone / Menstruation usw.
Gute Idee, könnte zumindest ein Faktor sein. Dass zwei Drittel jünger als 12 oder Ü50 sind, kommt zumindest nicht hin denke ich.
Eingeteilt in WHO Regionen liegen wir mit 11,7% in der europäischen Region eher im Mittelfeld (Grafik aus der Meta Analyse)
