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Spenden für den Staatshaushalt: Der Kreml enteignet Oligarchen

6d 3h ago by feddit.org/u/KatherinaReichelt in dach@feddit.org from www.n-tv.de

das tut wahrscheinlich mehr um die oligarchen in russland vom krieg abzubringen als alle westlichen sanktionen gemeinsam

Ein mittelgroßer Unternehmer sagte nach dem kürzlichen St. Petersburger Yoloforum, man sei in einem abstürzenden Flugzeug gefangen, mit nur einem Piloten, in einem schalldichten Cockpit, den niemanden erreichen kann um ihm zu sagen, am Knüppel zu ziehen

Soll heißen, er hat sich komplett isoliert und hört auf niemanden mehr

Nur ist Putin ja nun mal kein Pilot, der alleine das Schicksal Russland steuert. Sprich ohne dass irgendwelche Lakaien seinen willen umsetzen funktioniert es auch nicht. Man kann nur hoffen, dass die noch zugänglich sind. Dann baut man Vladimir halt eine potemkinsche Ukraine durch die er durchfahren kann und sagt, der Krieg ist gewonnen.

Die Lakaien haben Knarren am Kopf (in Form des FSB). Deshalb führen die die Befehle aus. So wie in jeder Diktatur.

Die Informationen fließen ebenfalls auf mehreren Schienen zum Diktator.

Bis jetzt ging noch jede Diktatur zuende. Gefolgschaft kann er sich jedenfalls nicht mehr kaufen und Angst haben eben nicht alle für immer.

Genau richtig! Deshalb sind Demokratien auch so viel stabiler als Diktaturen.

Wow. Manchmal wünscht man sich bei uns auch die starke Hand gegenüber den Überreichen. Die russische Faust ist mir da allerdings etwas zu extrem. Zumindest sieht man da, welche Macht die stärkere ist: das Gewaltmonopol.

Naja.. die russische starke Hand enteignet die Oligarchen auch nur, um damit a) Krieg zu führen und b) das Vermögen in einem noch engeren, noch loyaleren Kreis zu konzentrieren. Beides ziemlich scheiße.

Super wo jeder Überreichtum für sich frei nach Gefühl definiert. Auf einmal ist dann Omas Häuschen fällig, oh je, das wollten wir doch garnicht. tja.

Was ok wäre, wenn die Leute mit mehreren Häusern auch Steuern zahlen oder sogar mehr Steuern zahlen. Ich erwarte, dass die Vermögenssteuer kommt, aber nur für Privatpersonen, so dass Superreiche ihr Vermögen steuerfrei vom Ausland aus kontrollieren können.

Mir ist nicht ganz klar, wen außer Privatpersonen du besteuern möchtest. Und natürlich betrifft eine deutsche Vermögenssteuer keine nicht in Deutschland steuerpflichtigen Individuen, wie sollte sie auch?

wie sollte sie auch

In den USA kann man seine Staatsbürgerschaft niemals abgeben und ist weltweit unabhängig vom Aufenthaltsort steuerpflichtig. Ich will nicht sagen dass das besser ist. Aber zwischen dem US System und unserem, wo ein Wohnsitz in der Schweiz ausreicht um komplett raus zu sein, da gibt es schon noch sehr viel Spielraum.

wo ein Wohnsitz in der Schweiz ausreicht um komplett raus zu sein

Der reicht halt nicht. Du musst dich dort auch regelmäßig aufhalten, es muss dein Lebensmittelpunkt sein. Diverse Kriterien. Dann bist du zwar in den USA steuerpflichtig. Es gibt aber DBA, die dich vor Doppelbesteuerung schützen. Selbes mit der Schweiz. Zudem haben wir natürlich noch eine Wegzugsbesteuerung und nicht zuletzt eine Vermögenssteuer in der Schweiz.

Zudem haben wir natürlich noch eine Wegzugsbesteuerung

Amen! Erstaunlich viele Leute, egal ob Schlauberger-Bros mit super Steueroptimierungstipps oder systemoppositionelle Kritiker tun so, als könnte man einfach ins Ausland abdampfen und sein deutsches Vermögen 'straflos' mitnehmen.

natürlich betrifft eine deutsche Vermögenssteuer keine nicht in Deutschland steuerpflichtigen Individuen, wie sollte sie auch?

Der Aktienbesitz könnte direkt besteuert werden. Wer Aktien besitzt und sein Vermögen nicht offenlegt, könnte pauschal mit dem Höchstsatz der Vermögenssteuer besteuert werden.

Ich kann dir nicht folgen. Wenn ich Nicht in Deutschland steuerpflichtig bin, unterliege ich keiner deutschen Steuer. Da ist es egal ob mein Vermögen in Aktien, Bitcoin, Pokémon Karten oder Immobilien gehalten ist.

Wenn ich steuerpflichtig bin, muss ich meine Verhältnisse offen legen.

Wir besteuern Touristen mit Mehrwertsteuer, die einige sich erstatten lassen können. Genauso können wir es mit Aktienbesitz machen.

Auch wenn Aktienbesitzer jetzt nicht steuerpflichtig sind, ist die Rechtslage änderbar, auch für ausländische Besitzer.

Das mag ja alles sein, dass ist dann aber wechselseitig der Fall. Sprich in dem Moment, wo wir anfangen Amerikaner in Amerika, die deutsche Unternehmen besitzen, besonders zu besteuern, macht Amerika das mit Deutschen in Deutschland, die US Unternehmen besitzen genauso. deswegen gibt es ja diese Abkommen.

Das wäre für 95-99% der Deutschen kein Problem.

Ob das problematisch ist oder nicht, kann ich dir nicht sagen.

Aber dürfte deutlich mehr deutsche mittelbar betreffen, als du denkst. Immerhin gilt das dann auch für deutsche Pensionsfonds, Versicherungen, die am Ende in Aktien anlegen, sowie deine kommenden Altersvorsorgedepots, ETFs, Betriebsrenten.

Nur weil du persönlich keine US Aktien hältst, heißt es nicht, dass du nicht mittelbar an diesen partizipierst.

Ansonsten gibt es noch ein paar europa,rechtliche Fallstricke, das dröselt Juhn hier ganz gut auf https://youtu.be/y6Z9WXMnt7k

Aber klar, wenn wir alle DBA ignorieren und aus der EU austreten, können wir machen, was wir wollen.

Aber klar, wenn wir alle DBA ignorieren und aus der EU austreten, können wir machen, was wir wollen.

Man kann auch direkt die Unternehmen besteuern. Es gibt Kapitalertragsteuern, warum also nicht eine Unternehmenskapitalsteuer. Kein DBA Bruch nötig.

Dies wäre nur nicht progressiv, was aber über Erstattungen korrigiert werden kann.

aus der EU austreten

Oder alle in der EU machen mit. Wobei eine Unternehmenskapitalsteuer auch individuell in der EU machbar sein sollte.

Aber dürfte deutlich mehr deutsche mittelbar betreffen, als du denkst.

Solange es progressiv ist nur minimal. Ansonsten tatsächlich schon.

Ich weiß nicht, was du hier mit progressiv meinst, was hier wem erstattet werden soll. Klingt wie ne Bestrafung für Unternehmen, denen der Markt gute Zukunftschancen Ein räumt, denn sonst wäre ihre Marktkapitalisierung ja nicht hoch. Was will man damit erreichen?

Was will man damit erreichen?

Eine Vermögensteuer die DBA konform ist.

Also, du möchtest irgendwelche Superreichen Ab kassieren und besteuert deswegen alle Eigentümer von Kapitalvermögen, inklusive irgendwelche Pensionsfonds. Erschließt sich mir nicht.

Nur die Top 10 oder Top 100 besteuern geht nicht. Desswegen soll es eine progressive Steuer sein, so dass normale Bürger z.B. 0,01% bezahlen und die Top 10 zahlen 1%.

Dann willst du doch offensichtlich auf individueller Ebene besteuern und nicht auf Ebene von Unternehmen. Sonst kannst du das Ganze doch nicht progressiv machen. Dein ganzer DBA Trubel kommt doch nur daher, dass du unbedingt ausländische Staatsbürger besteuern willst.

dass du unbedingt ausländische Staatsbürger besteuern willst.

Ohne diese Besteuerung verlegen Milliardäre ihren Wohnsitz ins Ausland oder lassen ausländische Stiftungen ihr Vermögen besitzen. Dann trifft die Vermögensteuer nur hochqualifizierte Arbeiter.

Dann willst du doch offensichtlich auf individueller Ebene besteuern

Ja. Der Trick wäre, dass sich Individuen die Steuer wieder teilweise erstatten lassen können, wenn ihr Gesamtvermögen niedrig ist.

Vielleicht sollten wir dann die Vermögenssteuer erst ab einem Vermögen erheben, in dessen Reichweite gut verdienende Arbeitnehmer überhaupt nicht kommen. Also, wenn wir über Milliardäre reden, ab Milliarden anfangen und nicht ab 1 Million so wie die Partei, die Linke. 1 Million ist kein dekadenter Reichtum, sondern eine Rentenlücke eines Durchschnittsarbeitnehmers

Dein zweites Beispiel wird so auch nicht funktionieren, weil es für die DBA Und im Europarecht nicht relevant ist, dass du erst was bezahlst Und es dann aber allen deutschen oder allen armen Leuten erstattet. Genau das hat ja unser Maut Andi probiert und ist damit auf die Nase gefallen, komplett absehbar.

Und natürlich können reiche Leute nicht einfach so ihr Vermögen in das Ausland mitnehmen, denn wir haben immer noch eine Wegzugsbesteuerung.

Vielleicht sollten wir dann die Vermögenssteuer erst ab einem Vermögen erheben, in dessen Reichweite gut verdienende Arbeitnehmer überhaupt nicht kommen.

Wie durchschaut man dann die Besitzverhältnisse wenn jemand sein Vermögen auf tausende Scheinfirmen aufteilt? Erst einmal müssen alle steuerpflichtig sein.

Und es dann aber allen deutschen oder allen armen Leuten erstattet. Genau das hat ja unser Maut Andi probiert und ist damit auf die Nase gefallen, komplett absehbar.

Gutes Argument. Wenn aber alle und nicht nur Deutsche einen Anspruch haben dann sollte Europa das akzeptieren. Und wenn es doch problematisch ist, muss man leider zu anderen Mitteln greifen.

Und natürlich können reiche Leute nicht einfach so ihr Vermögen in das Ausland mitnehmen, denn wir haben immer noch eine Wegzugsbesteuerung.

Die einmalig gezahlt werden muss. Damit zementiert man nur die Macht der Reichen. Es darf keinen Unterschied machen, wo die Eigentümer wohnen.

Die Eigentumsverhältnisse durchschaust, in dem die Steuerpflichtigen die Verhältnisse erklären müssen. So ist es heute schon. Genauso funktioniert jede Steuererklärung. Das hat überhaupt nichts mit Scheinfirmen zu tun.

Ansonsten darfst du dich halt entscheiden, was für ein Besteuerungsprinzip du machst: willst du Leute besteuern, die mit dir als Staat irgendwas zu tun haben oder willst du Erträge besteuern, die in Deutschland anfallen. Erträge der Unternehmen in Deutschland werden heute bereits in Deutschland besteuert. Völlig egal, wo die Eigentümer sitzen.

Die Substanz von Unternehmen würde ich nicht besteuern, weil das einzig und allein wertvolle Unternehmen abstraft und höher besteuert, völlig egal, ob sie einem Milliardär oder 1000 Millionären gehören

Und wenn du jetzt das Vermögen von in Deutschland steuerpflichtigen Subjekten besteuern willst, wirst du dich wohl damit anfreunden müssen, dass prinzipiell die Leute sich der Steuerpflicht in Deutschland entziehen können. Wie er heute auch eben nicht kostenlos. Es sei denn, du ziehst dir einen Zaun drum rum und schießt auf jeden der raus will.

Steuerpflichtigen die Verhältnisse erklären müssen. So ist es heute schon.

Ist aber unpraktisch, wenn man im Ausland Steuerbescheide nicht vollstrecken kann.

Die Substanz von Unternehmen würde ich nicht besteuern, weil das einzig und allein wertvolle Unternehmen abstraft

Die Steuer kann vom Eigentümer bezahlt werden und seine Anteile werden zwangsverkauft, wenn er es nicht macht. Dann bleibt das Kapital im Unternehmen.

weil das einzig und allein wertvolle Unternehmen abstraft

Man kann auch pro Jahr 1% neue Aktien ausgeben und versteigern. Das sollte fair für alle sein.

Und wenn du jetzt das Vermögen von in Deutschland steuerpflichtigen Subjekten besteuern willst,

Ich will Gebüren erheben für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wer davon profitiert soll dafür zahlen.

Ich will Gebüren erheben für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wer davon profitiert soll dafür zahlen.

Glückwunsch, du hast Ertragsteuern nochmal erfunden. Die haben wir schon. Und nun?

Die sind aber nicht progressiv und können durch Lizenzgebüren beliebig verschoben werden.

Man könnte sie durch Erstattungen auch progressiv machen und auf Lizenzen Zölle erheben.

An der Stelle müssten Experten feststellen, was die bessere Variante ist.