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Berliner CDU-Fraktion will Zugangssperren zur U-Bahn erproben lassen

3d 14h ago by discuss.tchncs.de/u/schnurrito in berlin@feddit.org from bahnblogstelle.com

Der Weg zu U-Bahnsteigen soll künftig nur noch über kontrollierte Zugänge möglich sein. “Ein geschlossenes U-Bahn-System mit Zugangssperren bietet zahlreiche Vorteile für Fahrgäste, Verkehrsbetriebe und die öffentliche Sicherheit”, argumentiert die CDU-Fraktion. “In einem ersten Schritt soll das geschlossene System auf den U-Bahn-Linien 5, 7 und 8 eingeführt und erprobt werden.”

Übersetzung: "Wir wollen Obdachlosen den Zugang entziehen."

Die CDU ist einfach überall ekelhaft und menschenfeindlich

Mir wäre lieber, dieses Geld würde für den Ausbau des Netzes eingesetzt werden. Die Stationen ganzer Linien zu konvertieren und dann die Infrastruktur für neue Fahrkarten zu schaffen, die mit einem solchen System funktionieren wird teuer und bringt weder den Berlinern einen Mehrwert (die meisten fahren wahrscheinlich mit ner Zeitkarte aka. Bahn-Flatrate) noch wird es günstiger für Touristen (Kurzstrecke ist quasi schon, dass was die da wollen).

Das einzige wären die Ersparnisse für Kontrollen, aber ich bezweifele die Kosten-Nutzen-Rechnung für die Mehrheit hier trotzdem.

Im ersten Schritt erstmal Zugangskontrollen etablieren und zukünftig muss dann der NFC-Chip im Perso gleich mitgescannt werden, oder? Bin leider etwas misstrauisch, wenn mit öffentlicher Sicherheit argumentiert wird. Nicht vergessen - es ist die CDU.

Erinnere mich aber auch gerne an die Londoner U-Bahn, wo reihenweise Leute über die Drehkreuze springen und keinen juckt's.

Dieser Artikel war aber auch eher pessimistischer, z.T. aus baulichen Gründen: https://www.mz.de/panorama/zugangssperren-fur-die-u-bahn-sind-umstritten-4198125

Ich habe das schon in einigen Ländern der Welt erlebt und finde es gut, denn dann entfallen Ticketkontrollen. Gerade in Deutschland wird man immer wieder grundlos wie ein Krimineller behandelt. Die Hochbahn in Hamburg stellt häufig eine Kette Uniformierter auf, die den Ausgang der Stationen versperrt und erzwingt mit Gewalt, dass man anhält und sein Ticket vorzeigt. Hat auch schon mal dazu geführt, dass ich trotz maximaler Kooperation dann extra 20 Minuten auf einen Anschlussbus warten musste, weil ich meinen geplanten Bus verpasst habe.

dann erzwingt das anhalten und ticket vorzeigen (die also nicht entfallene ticketkontrolle) halt eine elektro-mechanische vorrichtung mit gewalt.

Ich wurde noch nicht von einer Maschine bedroht, von Kontrolleuren aber schon. Oder fast zu Fall gebracht, weil ich beim ersten Mal gar nicht sofort verstanden habe, dass es sich um eine Kontrolle handelt, und es ein ziemliches Gewusel war und ich zufällig Kopfhörer aufhatte.

Abgesehen davon, laut meinen Auslandserfahrungen dauert das Passieren einer automatischen Ticketschranke ca 2-5 Sekunden, je nach System. Die manuellen Menschenkettenkontrolltechnik dauert schon mal 1-2 Minuten. Insbesondere wenn nur ein dutzend Kontrolleure hunderte Fahrgäste abfertigen, und man noch amtlichen Lichtbildausweis zeigen soll.

okay, wenn dir nur pest und cholera als optionen einfallen…

In Japan läuft das schneller als du durchlaufen kannst.

Das mit - oft genug durch subjektive Vorurteile des Kontrolleurs geprägten - Kontrollen zu vergleichen, wo ganz gezielt bestimmte Fahrgäste drangsaliert werden, kann ich nicht nachvollziehen.

Die Systeme sind unheimlich teuer und bringen original nix. Siehe NYC. Tolle Scheinpolitik, liebe CDU!

In Japan bspw funktioniert das sehr gut.

Und gerade diesen Punkt fände ich viel fairer als das bisherige undifferenzierte Modell:

Außerdem sei ein geschlossenes System die Grundlage für künftige digitale Tarifmodelle. “Fahrgäste können beispielsweise automatisch nach tatsächlich gefahrenen Strecken abrechnen”

Und gerade diesen Punkt fände ich viel fairer als das bisherige undifferenzierte Modell:

Außerdem sei ein geschlossenes System die Grundlage für künftige digitale Tarifmodelle. “Fahrgäste können beispielsweise automatisch nach tatsächlich gefahrenen Strecken abrechnen”

Flatrate oder umme sonst nichts

In Japan bspw funktioniert das sehr gut.

In Italien und den Niederlanden auch, deshalb ist es trotzdem radikal unpraktisch und ich hoffe, dass es nirgendwo kommt.

Gibt viele Orte, wo das eingesetzt wird. Ist aber Endgegner, wenn man mit Fahrrad oder mit Gepäck und Familie unterwegs ist.

In Paris auf der Durchreise Bahnhof wechseln und dazu Metro fahren müssen, mit Kindern und Gepäck: das wünscht man niemandan. Neben dem ständigen Hängenbleiben an den Durchlasstellen kommt da noch obendrauf, dass man ca. die Hälfte der Strecke einfach selbst Laufen muss mit 400 Treppen rauf und runter 😅.

Das Abrechnen nach tatsächlich gefahrener Strecke funktioniert allerdings auch problemlos ohne Zugangssperren (z. B. eezy NRW).

..wenn man durchgehend App/Smartwatch mit Ortungsdienst und App im Hintergrund laufen lässt. Und wie gut sowas unterirdisch funktioniert, weiß ich nicht. Bei der 'japanischen' Lösung braucht man das nicht.