Amerikaner sind entsetzt über europäische Fans, die zu den Stadien laufen wollen
3d 5h ago by feddit.org/u/HaraldvonBlauzahn in dach@feddit.org from www.stern.de
Mit diesem skurrilen Problem haben die Organisatoren der Fußball-WM in Mexiko, Kanada und den USA vermutlich nicht gerechnet: Europäische Fußballfans, die Tickets für die Spiele im Sommer ergattert haben, stellen im Netz Fragen, die bei den Einheimischen für Überraschung oder gar Fassungslosigkeit sorgen.
Für viele Fans aus Europa gehört es ganz selbstverständlich dazu, gemeinsam zum Stadion zu laufen. Zu Fuß. Oft entweder aus dem Stadtzentrum oder von einem nahegelegenen Bahnhof aus.
In Online-Foren häufen sich derzeit Fragen internationaler Besucher: Kann man von einem bestimmten Hotel zum Stadion laufen? Vom Hauptbahnhof? Zwei, drei Kilometer – das sei doch sicher kein Problem? Die Antworten vieler US-Amerikaner dazu fallen jedoch überraschend deutlich aus: Zu Fuß zu gehen, so der Tenor, sei in vielen Städten weder üblich noch empfehlenswert.
Abgesehen von der Autokultur in den USA, die ich verachte, verstehe ich nicht ganz, wie man in die USA fliegen kann und sich überhaupt nicht mit deren Kultur befasst hat. Oder stecke ich zu tief in der Urbanism-Szene drin, dass ich die USA so sehr damit verbinde und das für mich selbstverständlich wirkt?
Es sind Fussballfans, die für Ihre "Nation" in ein faschistisches Land fliegen. Mitdenken & sich mit Kultur zu befassen ist zu viel verlangt. Die einzige Kultur, die da interessiert ist Saufen & das tribalistische Zugehörigkeitsgefühl im Stadion.
Ich glaube recht viele Leute glauben, dass das da sehr ähnlich ist wie bei uns. Alles etwas größer aber sonst das selbe.
Ich hatte da auch Kulturschockmomente als ich mal da war.
Aber so dämlich ist die Frage jetzt auch irgendwie nicht. In Neuengland konnte man zu Stadien laufen. Das ist aber halt auch der halbwegs normale Teil des Landes.
Wir im deutschsprachigen Raum sind doch der US-Kultur durch Massenmedien so sehr ausgesetzt, dass viele von uns wohl denken, dass wir eh genug darüber wissen. Ich hätte es, bevor ich in den letzten Monaten im Internet davon gelesen habe, auch nicht sicher gewusst, allerdings interessiere ich mich auch relativ wenig für Sport und somit auch nicht dafür, wie man in verschiedenen Ländern zu Stadien anreisen kann.
Zusätzlich hört man auch immer wie autozentriert Deutschland ist und man kommt trotzdem fast überall zu Fuß hin, aber die USA sind da halt noch mal ein paar Nummern/Größenordnungen schlimmer.
Bin in Kalifornien einmal von meinem Hotel zum nächsten Best Buy gelaufen. War nicht weit aber absolut Fußgängerfeindlich. Bin froh nicht wegen Landstreicherei eingesammelt worden zu sein und hab dann begriffen, besser überall mit Uber hinzufahren.
Ja ja, die USA sind nicht fußgängerfreundlich und so weiter und so fort, aber ist es wirklich zu viel verlangt mal für einen Tag während eines einmaligen Events ne Autobahn zu sperren, damit die Fans die 2 km vom Hotel zu Fuß gehen können? Wenn nicht mal das drin ist, dann hätten die gar nicht erst für dieses Event ausgewählt werden dürfen.
Dann wird in Einkaufsmeilen und öffentlichen Toiletten nicht randaliert. Hat doch was.
Also wenn man mal solche Fan-Gruppen in der Innenstadt beobachtet, das ist schon wild... Verhalten sich dann wie Affen im Dschungel. An die Wand pissen ist da noch das kleinste Übel...
Diese himmelschreiende Verunglimpfung kann ich als Fan unmöglich so stehen lassen! Affen können sehr soziale Wesen sein.