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Vorreiter, Verwaltung und politischer Rückhalt:: Wie Open Source in die Schulen kommt

2d 16h ago by feddit.org/u/SapphireSphinx in dach@feddit.org from netzpolitik.org

Der knappe Titel lässt Positives hoffen, was im Beitrag jedoch stark gedämpft wird und sich mit meiner Erfahrung deckt.
Was im Artikel nur angekratzt wird: Neben den PCs der Schule geht es ja auch um die Hardware, welche die Schüler nutzen sollen. In meinem Umkreis sind das meist Tablets. Bei Schulen, die bereits ab der 5. Klasse damit anfangen, sind es zu 90 % iPads (oft mit der schwachen Begründung der Apple-App „Classroom“).
Ich kenne im Umkreis nur eine Schule, an der erst ab der 7. Klasse mit Tablets gestartet wird. Das ist die einzige Schule, an der nur die Mindestspezifikation der Hardware vorgegeben ist und das Betriebssystem frei gewählt werden darf. Das wäre der Weg.

Und das ist doch die Krux an der Sache... die Kinder lernen den Umgang mit dem Apple-Ökosystem und die meisten bleiben dann vermutlich dabei.

Mal davon ab, dass die Dinger mit Abstand am meisten Geld kosten, was ja auch bezahlt werden will...

In meinem Umkreis sind das meist Tablets. Bei Schulen, die bereits ab der 5. Klasse damit anfangen, sind es zu 90 % iPads

Das kann ich anekdotisch bestätigen. Meine Neffen hatten auch IPads. Ich hab nie so wirklich kapiert warum überhaupt aber ich bin da auch nicht wirklich gut informiert.

Gute Deals von Apple gekoppelt mit dem großen Versprechen, alles über ein (tatsächlich sehr gutes) MDM zu steuern. D. H. Man kann sehr einfach Ioads Klassen zuweisen, denen dann Apps zuweisen, hat die Möglichkeit Apps zu sperren und gezielt wieder freizugeben, GPS gegen Diebstahl usw.

So sehr ich Apple hasse ist das Ecosystem da leider sehr gut.

Der Deal ist vor allem für Apple gut, denn das Tablet müssen die Eltern kaufen. Wenn man sich für großes Display und Versicherung entscheidet, kommt man schnell über 1000,- Euro. Mit etwas Glück gibt es Zuschuss vom Staat. Ein Android Tablet (Lenovo M11) würde weniger als die Versicherung vom iPad kosten, aber der Preis ist gar nicht das Schlimmste.
Stell dir vor die Familie nutzt für ihre Smartphones Android und das Kind kommt mit dem neuen iPad heim: Zuerst muss ein Apple Konto eingerichtet werden. Wenn die Eltern das korrekte Alter vom Kind verwenden, darf dieses keine Apps selbst installieren. Also muss noch ein Apple Konto für ein Elternteil erstellt werden, was ein Graus ist, wenn kein weiteres iPhone daheim liegt - da gehen Stunden drauf. All das unter dem Vorwand, dass die Schule die App "Classroom" nutzen kann, die oft nicht ordentlich funktioniert und dann gar nicht genutzt wird.
Das hab ich mir nicht ausgedacht, sondern ist die aktuelle Situation an der Schule in meinem Ort.