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Statt teurer Markenprodukte: Mehr Eigenmarken in den Regalen

11d 20h ago by feddit.org/u/D_a_X in lebensmittel@feddit.org from www.tagesschau.de

Tatsächlich aber sinken die Verkaufszahlen. Und das hat weitreichende Folgen: Viele Konzerne sparen inzwischen bei Marketing und Innovationen. Gerade große Markenhersteller seien früher häufig Treiber neuer Entwicklungen etwa rund um Gesundheit, Ernährung, Nachhaltigkeit oder Technologie gewesen, sagt Demming. Wenn dort aber immer weniger investiert werde, drohe eine zunehmende Austauschbarkeit der Produkte.

Ich finde es jetzt nicht wirklich schade, wenn die Flut immer "neuer" Produkte etwas eingedämmt wird. Da wurden Dinge erfunden, um den Leuten immer mehr Müll anzudrehen.

"Wellness", "Beauty", "Gourmet", "Protein" wurde auf so viele Dinge geklatscht, die viel versprechen, aber meist wenig halten. Oder Dinge wie "Wäscheparfum" und die Begleitlinien mit immer neuen Düften.

Bei echter "Nachhaltigkeit" wäre ich noch dabei. Für Unternehmen sollte es doch immer noch interessant sein, hier zu investieren.

Währenddessen entwickeln sich Eigenmarken längst weiter. Früher galten sie oft als günstige Kopien bekannter und erfolgreicher Markenprodukte. Heute gehen Händler selbst aktiv auf Trendsuche - häufig über Soziale Medien. Bei Kaufland beobachtet ein eigenes Social-Media-Team regelmäßig Food-Trends und Influencer-Kanäle.

So wie Dubai Schokolade? Bei vielen Trends freue ich mich, wenn sie grußlos an mir vorbeiziehen.

Seit wann sind z.B. Nestle Produkte gesund? Wäscheparfum? Find ich überflüssig. Stimme Deinen weitergehenden Äußerungen sowas von zu.

Das bedeutet aus meiner Sicht noch einmal deutlich weniger Transparenz darüber wer viel zu viel Macht über unser aller Grundbedürfnisse hat.

Ist einer der vielen Indikatoren für die Verarmung der Gesellschaft. Früher war der Griff zum Hausmarkenartikel für die meisten noch eine bewusste Entscheidung, um Geld für andere Dinge zu sparen. Heute wird es immer öfter zur Notwendigkeit um überhaupt noch irgendwie mit dem Geld auszukommen. Genauso bei anderen Dingen: füher war es ganz normal das Waffeleisen "Made in Germany" zu kaufen, heute bekommt man selbst bei vielen namenhafenten Marken nur noch Made in China. Durch die resultierenden Kostenersparnisse haben die Verbraucher aber nicht mehr Geld in der Tasche, sondern sie werden direkt in Gehalt, Steuern, Miete und so weiter eingepreist. Das Resultat: Dinge die von Outsourcing und Effizienzsteigerung nicht oder nur kaum profitieren werden im Vergleich zum verfügbaren Einkommen immens teuer, siehe Bäcker, Handwerker und so weiter.

Durch den Preiskampf von Aldi, Lidl und co. ließ sich lange verschleiern, wie schlecht die Gehaltsentwickling wirklich ist, aber das stößt so langsam an seine Grenzen